Mit Farbtupfern Krisen meistern – und wie uns der Hals die Fitness nimmt – eine CSL-Veranstaltung in Mainz

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Herbert Rude, Gruppenleitung SHG Rhein-Main-Nahe

Gefühlt bewegen wir uns seit einigen Jahren von einer Krise in die nächste: Finanzkrise, Eurokrise, Corona-Krise und nun auch noch der Ukraine-Krieg. Dabei sind Alphas häufig ohnehin schon genug von Folgekrankheiten ihres Enzymmangels belastet.  Krisen stören das seelische Gleichgewicht, können Ängste auslösen und sogar Depressionen. „Deshalb müssen Krisen bewältigt werden, und dabei hilft das Stärken der Widerstandskräfte“, so Ines Schneider, Antikrisen-Coachin, jetzt auf einer Patientenveranstaltung in Mainz.

Endlich wieder eine Präsenzveranstaltung in der Region der SHG Rhein-Main-Nahe, und wie sinnvoll das war, zeigten die zahlreichen Übungen, mit denen die Widerstandskraft gestärkt werden kann. „Die Gedanken beeinflussen den Körper, der Körper aber auch die Gedanken“, sagte die Coachin. Bei Panikattacken, Herzrasen oder Wutausbrüchen helfe Singen, Summen oder Atemübungen, aber auch Bilder vor dem inneren Auge eines Spaziergangs am Meer mit dem Kreischen der Möwen und einer leichten Brise.

Resilienz – oder Widerstandsfähigkeit – resultiere aus dem Bewusstmachen positiver Emotionen. „Wichtig sind die kleinen Farbtupfer im Leben“, sagte sie. Die Konzentration auf diese führe zu innerem Frieden, und der stärke die Widerstandskräfte.

Dabei gehe es nicht um das Leugnen der Krisen, diese müssten akzeptiert und verarbeitet werden. Im Vordergrund müsse die Konzentration auf Lösungen stehen.  Das gelinge aber mit der Aktivierung innerer Ressourcen deutlich besser. Denn zuversichtliche Gedanken und gute innere Bilder stärkten ebenso wie entsprechende Körpertätigkeiten und Körperimpulse das Nervensystem: Sie führten zur Produktion und Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen, die antidepressiv wirken und unser Immunsystem unterstützen.

Da der Körper die Gemütslage beeinflusse, gebe es auch ganz einfache Mittel zum Stärken der Widerstandskräfte: „Kopf hoch, Brust raus und Lächeln“, empfiehlt sie unter anderem. Und: „Üben, üben, üben.“

 

 

Das zweite Thema der Veranstaltung widmete sich der Schlaf-Apnoe. „Sie ist gefährlich und ihre Folgen werden unterschätzt“, sagte Dr. Andreas Forster, Pneumologe aus Darmstadt. Er verwies auf Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen, nach denen wahrscheinlich jeder vierte Verkehrstote auf Schlafmangel zurückzuführen ist.

„Gefährlich wird es dann, wenn die oberen Atemwege im Schlaf zugehen“, so Dr. Forster. Denn dann sinke der Sauerstoffgehalt im Blut, stattdessen reichere sich CO-2 an. Die Folge seien kurze Aufweckphasen, die aber so kurz seien, dass sie der Leidende gar nicht mitbekomme. Sie verhinderten den Eintritt der Tiefschlafphasen, so dass sich der Betroffene tagsüber unausgeschlafen und müde fühle.  Längerfristig könnten dann gefährliches Vorhofflimmern oder Diabetes auftreten.

Da der zuständige Muskel zwischen Rachen und Hals passiv sei, könne er auch nicht trainiert werden. Für viele Patienten sei eine Therapie-Möglichkeit das Abnehmen, denn 70 Prozent der Apnoe-Fälle seien auf starkes Übergewicht zurückzuführen. „Aber 30 Prozent eben nicht“, so Dr. Forster.

Die geläufigste und auch erfolgreichste Behandlung liege im Tragen einer Atemmaske, die über Druck den Rachen- und Halsbereich im Schlaf offen halte.  Der angemessene Druck werde im Schlaflabor eingestellt. Bei vielen Patienten  mit einer leichten Schlaf-Apnoe helfe aber schon das Schlafen in Seiten- statt in Rückenlage.

 

Herbert Rude, 14. Mai 2022

 

 

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