Notfall – Hilfe aus dem Kühlschrank

Wir hoffen, die Überschrift hat Sie neugierig gemacht, diesen Artikel zu lesen.

Hilfe aus dem Kühlschrank? Rettung aus der Notfalldose?

Als wir zum ersten Mal die Begriffe hörten, stutzten wir auch. Doch schon nach einem kurzen Informa-tionsgespräch beim Kauf der Notfalldose in der Apotheke überzeugte uns die Idee.

Wie funktioniert das System? Es beginnt mit dem Kauf einer kleinen grün-weißen Plastikdose. In der Dose befinden sich zwei Aufkleber und ein gefalteter Zettel. Der eine Sticker wird an der Innenseite der Haustür und der andere auf der Kühlschranktür in der Küche angebracht, so dass der Erstretter im Notfall sofort Bescheid weiß, dass eine Notfalldose, die man vorher gut sichtbar in die Kühlschranktür gestellt hat, vorhanden ist.

Nun kann der Ersthelfer den Zettel und evtl. andere Dokumente (Impfpass, Medikamentenplan) herausnehmen. Das Info-Blatt sollte sorgfältig mit den aktuellsten Daten (Kontaktpersonen, Krankheiten, Arzneitherapien, Hausarztpraxis, operative Eingriffe usw.) ausgefüllt worden sein.

Worin liegt der Sinn der Notfalldose? Bei einem Unfall oder einer plötzlichen Erkrankung erleichtern die wichtigsten Angaben zu einem Patienten dem Notarzt oder den Sanitätern die Rettungsmaßnahmen. Hinzu kommt, dass der alleinstehende Patient oder die Angehörigen oft vor Aufregung überfordert sind und wichtige Details vergessen. Die Notfalldose steht im Kühlschrank, da sie dort besonders schnell zu finden ist, schneller als z.B. im Badezimmer.

Die Idee finden wir gut. Notfallrelevante Informationen werden, ohne wertvolle Zeit zu verlieren, vorgefunden. Es ist ein kostengünstiges und schnell verfügbares Hilfsmittel in einer Notfallsituation. Das Gegenargument, dass die Krankenversicherungskarte und ein Notfallpass ausreichen, teilen wir nicht, da diese oft in Schubladen oder Handtaschen schwer zu finden sind.

Mechthild und Christian Spreckels, so erschienen im Alpha1-Journal 1-2018.