Leben mit Alpha-1: Alltagstipps

Durch Ihre Lebensweise haben Sie die Möglichkeit, Ihren Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen:

  • Hören Sie unverzüglich mit dem Rauchen auf. Das ist besonders wichtig, da der Tabakrauch die Zerstörung der Lunge vorantreibt und auch das verbliebene Schutzeiweiß Alpha-1-Antitrypsin angreift. Achtung: Auch Passivrauchen schadet Ihrer Gesundheit als „Alpha“ erheblich.
  • Meiden Sie offene Kamine, Lagerfeuer oder Feuerwerkskörper: Dabei entstehen schädliche Partikel, die zur Verschlechterung der Lungenfunktion und Atemnot führen können. Lassen Sie bei Nutzung eines Ofens regelmäßig dessen Ausstoß überprüfen.
  • Manche Berufe (z.B. Lackierer, Bäcker oder Konditor, Landwirt, Schweißer, Tischler, Frisör, Drucker) bringen eine hohe Belastung durch Feinstaub und mitunter schädlichen Dämpfen mit sich. Darum sollten Sie nach Möglichkeit solche Berufe im Vorfeld meiden. Schützen Sie sich durch eine Atemschutzmaske, falls Sie aktuell in einem solchen Beruf arbeiten.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, um sich so vor Infektionen zu schützen. Denn Infektionen können Ihre Lungenfunktion verschlechtern.
  • Lassen Sie sich regelmäßig gegen Grippe und Pneumokokken impfen: Die Grippeimpfung sollte jedes Jahr erneuert werden, da der neue Impfstoff immer vor den aktuellen Grippevirusstämmen schützt.
  • Meiden Sie im Winter große Menschenmengen und insbesondere erkältete Personen. Erkundigen Sie sich bei Ärzten oder Behörden vorab nach den Zeiten geringeren Besucherandrangs.
  • Sport kann Ihre Leistungsfähigkeit erhalten und sogar verbessern und somit Ihre Lebensqualität steigern. Wichtig: Bewegen Sie sich regelmäßig und schonend, setzen Sie sich realistische Ziele und halten Sie Ihren Atemrhythmus ein. Ideale Sportarten: Wandern, Radfahren oder Walken.
  • Erkundigen Sie sich nach sogenannten „Lungensport“-Gruppen in Ihrer Region: Dort wird gezielt Bewegungstherapie und Training für Atemwegs- und Lungen-Patienten angeboten.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. So helfen Sie Ihrem Körper, die benötigten Energiereserven zu bewahren. Obst und Gemüse sind gute Ballaststoff- und Vitaminlieferanten, doch auch auf Eiweiß und Fett sollten Sie nicht verzichten.
  • Lassen Sie Ihre Pfunde purzeln: Unter anderem erschwert Übergewicht das Atmen und beansprucht das Herz, weil mehr Kilos getragen werden müssen. Dadurch verbrauchen Sie mehr Sauerstoff, wodurch die Lunge zusätzlich gefordert wird.
  • Keine Gewalt-Diäten: Starkes Untergewicht schwächt den Körper unnötig – und Sie werden schneller anfällig für Atemwegsinfektionen und andere Krankheiten.
  • Lassen Sie sich nicht stressen, denn Stress sorgt für zusätzliche Luftnot. Lassen Sie bei Entspannungsübungen die Seele baumeln. Kommen Sie bei autogenem Training, progressiver Muskelrelaxation oder Yoga zu sich.
  • Wenn Sie verreisen wollen: Bevorzugen Sie gemäßigtes Klima, meiden Sie die sauerstoffarme Höhenluft. Für flugreisende „Alphas“ gilt: Klären Sie mit Ihrem Arzt im Vorfeld ab, ob Sie eine Sauerstoffversorgung während des Fluges benötigen. Und sprechen Sie rechtzeitig mit der jeweiligen Fluggesellschaft, wenn Sie Ihren Sauerstoff mitnehmen müssen, da jede Gesellschaft ihre eigenen Auflagen diesbezüglich hat. Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Themen wie Luftqualität und -verschmutzung, Schimmel und Feuchtigkeit – sowie viele weitere wichtige Themen rund um die Lunge finden Sie hier.

Unsere Tipps können Ihnen dabei helfen den Alltag mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel besser zu meistern.

Die wichtigsten Tipps bei Alpha-1-Antitrypsin-Mangel auf einen Blick